länger leben. länger arbeiten. länger lernen.

Lebensbegleitendes Lernen im Betrieb

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Kontinuierliches Lernen und Mitarbeiterentwicklung sind daher wichtige Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Das Projekt der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie erarbeitet gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart und dem Transferzentrum für Neurowissenschaft und Lernen (ZNL) in Ulm neue Ansätze betrieblicher Weiterbildung.

Die Analyse in den baden-württembergischen Mitgliedsunternehmen von Südwestmetall und weitere Fallstudien haben gezeigt, dass die tatsächliche Weiterbildungsbeteiligung, die Lerninitiative und die Lernmotivation von Beschäftigten mit zunehmendem Alter deutlich nachlassen. Gleichzeitig erfordert die technische Entwicklung kontinuierliches Lernen und Anpassungsfähigkeit, um mit den Veränderungen Schritt zu halten und auch in Zukunft Innovationen erarbeiten zu können.

Führungskräfte als Schlüsselpersonen

Führungskräften kommt in dieser Situation vermehrt die Rolle des aktiven Begleiters und Ermöglichers zu. Sie sind an erster Stelle gefragt, die kontinuierliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter anzustoßen, zu begleiten und die notwendigen Voraussetzungen auch im täglichen Arbeitsumfeld zu schaffen.

Mitarbeiter mit mehr Eigeninitiative

Auch seitens der Mitarbeiter muss die eigene Entwicklung und kontinuierliches Lernen stärker vorangetrieben und eigeninitiativ befördert werden.

Das Produktionssystem als tägliche Lernumgebung

Die in den Unternehmen implementierten Produktionssysteme sorgen vor allem für eine effiziente und qualitätsgesicherte Umgebung zur kostengünstigen Produktion wettbewerbsfähiger Produkte. Doch sie bieten auch Potenziale für eine lernförderliche Arbeitsumgebung, die nicht immer genutzt werden. Diese gilt es in Zukunft besser auszuschöpfen.

Ergebnisse des Projekts „länger leben. länger arbeiten. länger lernen.“
  • Ein Personalentwicklungskonzept für das Training von Führungskräften zum Lerncoach einschließlich der hierfür notwendigen Veränderungen im Führungssystem
  • Ein Training für Mitarbeiter zur Verstärkung von Schlüsselkompetenzen zur Entwicklung von individuellen Lernzielen und -strategien
  • Ein Selbstbewertungssystem zur Analyse und Nutzung des bestehenden Produktionssystem als lernförderliche Arbeitsumgebung

Weitere Informationen

Das erarbeitete Gesamtkonzept wurde im März 2010 vom Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB in Bonn mit dem Weiterbildungs-Innovationspreis 2010 ausgezeichnet. Die Jury würdigte das Projekt insbesondere für seinen „bedarfsorientierten, ganzheitlichen Ansatz, der innovative Organisations- und Weiterbildungsformen nutzt“.
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