Okt

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Umfangreiche Einblicke in die Aufgaben eines Unternehmens

Von Katharina Ludewig

Das Thema der möglichen betriebsbedingten Kündigungen in den Mitgliedsunternehmen ist und bleibt die Hauptaufgabe meiner Arbeitsaufgaben, die mich kontinuierlich begleitet. Die Ergebnisse zur Vergleichsgruppen-Überprüfung konnten nach Rücksprache mit den Verbands-Kollegen an die zuständigen Personalleiter im Unternehmen weitergeleitet und die nächsten Schritte eingeleitet werden.
So liegen nun seit Ende letzter Woche der Vorstands- und Aufsichtsratsbeschluss wie auch Protokolle u.a. der Wirtschaftsausschuss-Sitzung auf meinem Schreibtisch, aus denen es nun die daten- und zahlengestützten Ausführungen für die Begründung zum Wegfall des Arbeitsplatzes anzufertigen gilt. Zugleich wird allerdings weiterhin darauf geachtet, mir nicht nur die konkreten „unangenehmen“ Aufgaben auf den Tisch zu legen, sondern mich ebenso an den darüber hinaus bestehenden Überlegungen teilhaben zu lassen: gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise gilt es, alle Instrumente zu nutzen, um trotz der momentan schwierigen Voraussetzungen so viele Arbeitsplätze wie es nur geht über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten. In diesem Zusammenhang lerne ich insbesondere viel über die Voraussetzungen und die Durchführung von Kurzarbeit wie auch über die Aufstellung einer gut zu durchdenkenden Arbeitszeitplanung für einen Zeitraum von mehreren Monaten; so bekomme ich kontinuierlich recht umfangreiche Einblicke in die verschiedenen Herausforderungen und Aufgaben in einem Unternehmen, insbesondere über die der Personalleitung.

Trotzdem muss es in einem unvermeidbaren Umfang auch mit der Vorbereitung der möglichen betriebsbedingten Kündigungen weitergehen: zusammen mit dem Controller und dem Personalleiter habe ich den Zeitplan aktualisiert, ergänzt und die Kalenderwochen festgelegt, in denen noch weitere Gespräche mit den möglicherweise betroffenen Arbeitnehmern und deren Vorgesetzten stattfinden müssen und für diese Gespräche eine Verlaufsrichtlinie entworfen. Hierbei konnte ich erneut feststellen, dass es für den letzten Akt - das Schreiben der Betriebsratsanhörungen - der vollständig erst nach Vorliegen aller Informationen aus den noch anstehenden Gesprächen durchgeführt werden kann, zur Weihnachtszeit hin zeitlich recht eng werden wird… aber es macht wirklich Spaß, so in die verschiedenen eng verzahnten und komplexeren Vorgänge eingebunden zu werden! Zugleich wird auch weiterhin darauf geachtet, dass ich in die allgemeinen Verbandsaufgaben bzw. –informationen eingebunden werde und konnte beispielsweise auch zusammen mit einem Verbandskollegen eine sehr interessante Veranstaltung zum Thema Bundesdatenschutzgesetz besuchen, für die als Referentin Frau Manja Barth von der BDA zur Verfügung stand. Zugegeben hatte ich mich bis zu diesem Zeitpunkt eher am Rande mit den damit verbundenen Problemen befasst und mich daher umso mehr gefreut, an dieser Stelle einen Überblick über die entsprechenden sowohl theoretischen Probleme wie auch praktischen Umsetzungsschwierigkeiten zu erhalten. Ebenso hat man im Rahmen dieser Veranstaltung wieder einmal die Vorteile meiner Teilnahme an der bereits in einem früheren Blog erwähnten erweiterten Geschäftsführerkonferenz bestätigt gesehen – den Großteil der Teilnehmer der Datenschutz-Veranstaltung kannte ich zumindest vom Sehen. Weiterhin geht es also spannend und lehrreich weiter!

Bis demnächst!

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