18.11.2008

BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun: PISA-Ergebnisse zeigen unerträglich hohen Leistungsunterschied zwischen den Ländern

Auch wenn sich die Leistungen deutscher Schüler insgesamt verbessert haben, zeigt der Vergleich der Bundesländer untereinander weiterhin unerträglich hohe Leistungsunterschiede von bis zu zwei Lernjahren.

Junge Menschen haben in allen Bundesländern ein Recht darauf, dass ihr Potenzial und ihre Talente entfaltet werden. Es ist nicht einzusehen, warum Unternehmen in einigen Bundesländern Standortnachteile durch schulisch schlecht gebildeten Nachwuchs hinnehmen müssen, die durch bessere Unterrichtsqualität, mehr individuelle Förderung und bedarfsgerechte Ganztagsschulen zu vermeiden wären.

Es kommt jetzt darauf an, den föderalen Wettbewerb zwischen den Bundesländern zu beleben: Die guten Werte, die die Spitzenreiter erreichen, müssen in allen Bundesländern angestrebt und die schmale Leistungsspitze erheblich verbreitert werden.

Wir müssen die beim Bildungsgipfel gefassten guten Vorsätze gemeinsam und konsequent umsetzen. Wir brauchen vom Kindergarten an einen Stufenplan zur kontinuierlichen Förderung der Sprachentwicklung wie auch des naturwissenschaftlich-technischen Interesses.


PRESSE - INFORMATION Nr. 098 / 2008, 18. November 2008
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