30.09.2008

BDA: Nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt erfordert Tarifabschlüsse mit Augenmaß

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:

Die noch immer robuste Verfassung des Arbeitsmarktes ist erfreulich. Allerdings sind die Signale, dass sich die Konjunktur abkühlt, nicht zu übersehen. Vor allem die Finanzkrise wird früher oder später auch die Wirtschaft in Deutschland belasten.

Damit der Arbeitsmarkt auch bei nachlassender Wirtschaftsdynamik aufnahmefähig bleibt, muss jetzt alles getan werden, um zusätzliche hausgemachte Probleme zu vermeiden. Dazu passen gerade nicht die mit acht Prozent völlig überzogenen Lohnforderungen, wie sie die IG Metall in der aktuellen Tarifrunde erhebt. Statt bei sinkender Auftragslage die Arbeitskosten weiter in die Höhe zu treiben und so Beschäftigung zu gefährden, gilt es auf dem Pfad tarifpolitischer Vernunft zu bleiben, wie er sich im letzten Jahrzehnt bewährt hat und dessen Früchte wir in den letzten Jahren in Form vieler neuer Arbeitsplätze ernten.

Auch die Politik muss ihren Beitrag leisten und Spielräume für eine deutliche Beitragssatzsenkung in der Arbeitslosenversicherung ausschöpfen. Das würde Konjunktur und Beschäftigung stabilisieren. Notwendig dazu ist vor allem die Abschaffung des verfassungswidrigen Eingliederungsbeitrages, mit dem Jahr für Jahr fünf Milliarden Euro Beitragsgelder in den Bundeshaushalt umgeleitet werden.


PRESSE - INFORMATION Nr. 085 / 2008, 30. September 2008
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN