18.10.2007

BDI und BDA zum Herbstgutachten 2007

BDI und BDA teilen die Einschätzung der Wirtschaftsforschungsinstitute, dass eine Zurücknahme zentraler Reformen der Agenda 2010 ein Risiko für den aktuellen Wirtschaftsaufschwung darstellt. Insbesondere eine Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes wäre beschäftigungspolitisch kontraproduktiv und würde den Erfolg bei der Wiedereingliederung Älterer in den Arbeitsmarkt leichtfertig aufs Spiel setzen. Allein in den letzten zwölf Monaten ging die Arbeitslosigkeit der über 55-Jährigen um über 20 Prozent zurück.

Mit dem Herbstgutachten warnen die Gutachter zu Recht vor einem Nachlassen der Reformanstrengungen. Zwar hat die Politik mit der Senkung von Steuersätzen das trendmäßige Wachstum gestärkt. Leider ist dies jedoch mit einer Vernachlässigung der öffentlichen Investitionen erkauft worden. Bei der Unternehmensbesteuerung sehen die Institute in Übereinstimmung mit BDI und BDA weiteren Handlungsbedarf, denn die verabschiedete Reform bleibt weit hinter dem Notwendigen zurück.

Die Konjunktureinschätzung der Gutachter deckt sich im Wesentlichen mit der Beurteilung der beiden Spitzenverbände. Zwar sind die Risiken für die Fortsetzung der guten Konjunktur gestiegen. Gleichwohl ist nicht mit dem Ende des Aufschwungs oder gar einer rezessiven Entwicklung zu rechnen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 82 / 2007, 18.10.2007
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