04.09.2008

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Tarifabschluss zur Altersteilzeit ebnet Weg für betriebliche Lösungen

Zur Einigung auf einen „Tarifvertrag zum Flexiblen Übergang in die Rente“ in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:

Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie haben eine zukunftsfähige Lösung gefunden und gleichzeitig Tatkraft und Gestaltungswillen bewiesen. Qualifizierte Fachkräfte und Leistungsträger stehen den Betrieben künftig länger zur Verfügung; Arbeitnehmer, die nicht mehr arbeiten können, dürfen weiter vorzeitig zu attraktiven Konditionen aussteigen. Das beweist: Die Tarifautonomie funktioniert und bringt weitaus bessere Lösungen hervor als eine staatlich verordnete Sozialpolitik.

Der Tarifvertrag halbiert den generellen Anspruch auf Altersteilzeit auf 2,5 Prozent, verkürzt die reguläre Altersteilzeit auf vier Jahre und koppelt sie unmittelbar an den abschlagsfreien Renteneintritt. Das senkt die Kostenbelastung für die Betriebe, fördert eine längere Lebensarbeitszeit und unterstützt so die „Rente mit 67“.

Die Unternehmen erhalten künftig größtmögliche Freiheit: Sie können alte Betriebsvereinbarungen weiter nutzen, die Altersteilzeit zusammen mit dem Betriebsrat nach eigenen Vorstellungen neu gestalten oder die Mittel für andere Maßnahmen einer demografiefesten Personalpolitik verwenden. Dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer künftig die Kosten teilen und völlig auf öffentliche Subventionen verzichten, spiegelt den gesellschaftspolitisch notwendigen Mentalitätswandel wider.



PRESSE - INFORMATION Nr. 075 / 2008, 4. September 2008
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