26.06.2007

Kultusminister müssen den Schulen mehr vertrauen und zutrauen

Die Kultusminister der Länder bekennen sich zwar theoretisch zur Eigenverantwortlichkeit der Schule, trauen ihr aber praktisch zu wenig zu. Sie müssen sehr viel mehr Vertrauen in die Leistungskraft der selbstständigen Schule haben, forderten BDA und BDI am Dienstag auf der Tagung »Schule unter Aufsicht? Neue Steuerung des Systems Schule«.

Zwar wird die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schule betont und verkündet, tatsächlich wird sie aber nach wie vor an der „kurzen Leine“ gehalten. Schulen brauchen endlich Entscheidungsgewalt über ihr Budget, ihr Personal und ihr pädagogisches Programm. Stattdessen werden sie durch immer neue Erlasse eingeengt und mit Bürokratie überzogen. So bleibt die Reform des Schulsystems inkonsequent und halbherzig, kritisierten BDI und BDA.

Schulen verdienen effektive Beratung und Unterstützung statt engmaschiger Gängelung. Die Schulaufsicht muss vom Weisungsgeber zum Ratgeber werden und sich zum Dienstleister entwickeln. Wir brauchen einen Mentalitätswandel in der Bildungsverwaltung und vor allem in der Schulaufsicht – weg vom alten obrigkeitlichen Denken hin zu einem neuen Management, das die Eigenverantwortung der Schule ernst nimmt. BDA und BDI appellieren an die Kultusminister, die Bildungsverwaltung zum wirklichen Dienstleister für die selbstständige Schule umzubauen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 52 / 2007, 26.06.2007
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