10.06.2008

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Leistungsrecht der Unfallversicherung reformieren

Zu dem heute veröffentlichten Jahresbericht der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:

Die Reform des Leistungsrechts der Unfallversicherung muss schnell wieder auf die Agenda. Es ist erfreulich, dass der durchschnittliche Beitragssatz zur Unfallversicherung geringfügig gesunken ist. Der Rückgang des Beitragssatzes ist aber vorwiegend auf den jüngsten Beschäftigungsaufschwung und die damit größere Beitragsbemessungsgrundla-ge zurückzuführen. Der vor allem durch die Präventionsanstrengungen der Betriebe erreichte Rückgang der Arbeitsunfälle spiegelt sich dagegen nach wie vor nicht hinreichend in der Beitragsentwicklung der Berufsgenossenschaften wider. Obwohl sich die Zahl der Arbeitsunfälle seit 1991 halbiert hat, wurden die Beitragssätze kaum verringert. Eine Reform des Leistungsrechts ist dringend erforderlich, um das vorhandene Beitragsentlastungspotenzial in der Unfallversicherung auszuschöpfen. Es ist äußerst enttäuschend, dass die Koalition diesen Teil der Unfallversicherungsreform nicht zustande gebracht hat.


PRESSE - INFORMATION Nr. 048 / 2008, 10. Juni 2008
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