03.07.2009

BDA: Kein zukunftsweisender Aktionsplan der IG Metall

Der Aktionsplan „Gutes Leben“ der IG Metall gibt keine Antworten auf die Fragen der Zukunft. Fest steht: Mit Rezepten von gestern können Herausforderungen von heute nicht gelöst werden. Vor allem die von der IG Metall erneut zur Disposition gestellte „Rente mit 67“ ist angesichts der demografischen Entwicklung und wachsender struktureller Fachkräfteengpässe ohne Alternative.

Zudem entspricht die von der Kampagne suggerierte „Realität“ der Arbeitswelt und Arbeitsbedingungen vielfach nicht den Tatsachen. Die Arbeitsbedingungen in Deutschland sind insgesamt gut. Dies belegt einmal mehr auch eine kürzliche vorgelegte, repräsentative Studie der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Danach sind fast 90 Prozent der befragten Arbeitnehmer mit ihrer Arbeit zufrieden. Damit liegt Deutschland nicht nur über dem OECD-Schnitt (ca. 80 Prozent), sondern ist die Arbeitszufriedenheit in den letzten Jahren hierzulande noch gestiegen.

Mitarbeiterorientierung ist ohne Zweifel wichtig, auch für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Arbeitgeber in Deutschland haben hier schon sehr viel geleistet: 2007 lagen die Investitionen in den Auf- und Ausbau der Qualifikation ihrer Beschäftigten bei 55 Mrd. Euro. Weiterhin bieten über 95 Prozent der Unternehmen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie an. Aber betriebswirtschaftliche Faktoren wie Kundenorientierung, Qualitätsorientierung und Kostenorientierung dürfen darüber nicht vernachlässigt werden, denn sie sind nicht weniger ausschlaggebend. Ohne diese Faktoren kann es keine wettbewerbsfähigen Arbeitsplätze geben und keine Unternehmen, die erfolgreich wirtschaften.


PRESSE - INFORMATION Nr. 043 / 2009, 03. Juli 2009


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