23.04.2009

BDA und BDI zum Frühjahrsgutachten: Warnung vor Konjunkturpessimismus

BDI und BDA warnen vor Konjunkturpessimismus. Aufgrund der großen Unsicherheit aller derzeitigen Prognosen wolle man die Zahlen nicht im Einzelnen bewerten. Aufgabe aller sei es nun, dafür zu sorgen, dass es nicht so schlecht werde, wie prognostiziert.
Entscheidend sei, wie schnell es gelinge, die Finanzmärkte zu stabilisieren, die Liquiditätsversorgung der Realwirtschaft zu gewährleisten und nachhaltige Leitlinien für die Finanzmarktarchitektur zu etablieren. Dem erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit müsse entgegengetreten werden. Einem Konjunkturpaket III erteilten die beiden Häuser erneut eine Absage und verwiesen stattdessen auf die Notwendigkeit von Maßnahmen, die die Wirtschaft entlasten.

Anstatt der jetzt von Teilen der Politik diskutierten neuen Belastungen fordern BDI und BDA von der Bundesregierung, Bürger und Unternehmen zu entlasten. So sollten die Arbeitgeber befristet für 2009 und 2010 vollständig von den Sozialversicherungsbeiträgen auf Kurzarbeitergeld befreit werden. Dies habe Vorrang vor der Verlängerung der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld auf 24 Monate.

Außerdem dürften Strukturreformen in den Sozialversicherungen nicht aus dem Blickfeld geraten. Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag müsse langfristig unter 40 Prozent bleiben, um die Kluft zwischen Brutto und Netto nicht weiter zu vergrößern. Dies sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt vorhandener und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.


PRESSE - INFORMATION Nr. 026 / 2009, 23. April 2009


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