08.03.2007

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Vertretbarer Abschluss für die Chemieindustrie ist nicht auf andere Branchen übertragbar

Der heutige Tarifabschluss der chemischen Industrie mit einer Entgelterhöhung von 3,6 % und einer flexiblen Einmalzahlung bei 14-monatiger Laufzeit kann für die Chemieindustrie noch vertretbar sein, ist aber angesichts der erheblichen dauerhaften Belastung in keinem Fall ein Vorbild für andere Branchen. „Eine solche Belastung ist auf andere Teile der Wirtschaft nicht übertragbar.“ Dazu sind Konjunktur und die Unternehmensstrukturen in den anderen Branchen zu unterschiedlich, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt heute in Berlin.

Ausdrücklich zu begrüßen ist, dass die Tarifvertragsparteien weiterhin zwischen einer tabellenwirksamen Entgelterhöhung und einer flexiblen Einmalzahlung differenzieren. Mit diesem Instrument, das die Arbeitnehmer am Unternehmenserfolg beteiligt, wird der Abschluss für die einzelnen Betriebe verkraftbar. Die chemische Industrie setzt damit ihren Weg fort, die betrieblichen Gestaltungsspielräume zu erweitern. Arbeitgeber und Betriebsrat können die Einmalzahlung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gründe per Betriebsvereinbarung verschieben, kürzen oder entfallen lassen.

Auch die Vereinbarung über die Ausbildungsförderung ist zu begrüßen. Damit setzt die chemische Industrie ihre Anstrengungen, jungen Menschen einen Ausbildungsplatz anzubieten, auf hohem Niveau fort. Die Regelung dokumentiert das enorme Ausbildungsengagement der deutschen Wirtschaft, erklärte Hundt.

PRESSE - INFORMATION Nr. 24 / 2007, 08.03.2007
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