07.03.2008

BDA-Präsidiumsmitglied Ingrid Hofmann: Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gemeinsam überwinden

Zum morgigen Internationalen Frauentag erklärt Ingrid Hofmann, BDA-Präsidiumsmitglied und Vorsitzende des BDA-Ausschusses „Betriebliche Personalpolitik“:

Diskriminierung von Frauen im Beruf darf es nicht geben. Sie ist daher zu Recht verboten. Wenn Frauen trotzdem im Durchschnitt weniger als Männer verdienen, liegt dies vor allem daran, dass sie seltener in Berufen mit hoher Bezahlung arbeiten. Ich ermutige Frauen, bei der Berufswahl das ganze Spektrum in den Blick zu nehmen und sich beispielsweise für technische oder naturwissenschaftliche Berufe zu entscheiden. In diesen Bereichen sucht die Wirtschaft händeringend gut ausgebildete Mitarbeiter und bietet entsprechende Karriere-Chancen sowie Verdienstmöglichkeiten.

Auch familienbedingte Berufsunterbrechnungen und geringere Arbeitszeiten tragen zu den Lohnunterschieden bei. Wirtschaft und Gesellschaft müssen deshalb die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. Die Wirtschaft nimmt diese Aufgabe sehr ernst: Über 95 Prozent der Unternehmen bieten familienfreundliche Lösungen an, etwa flexible Arbeitszeitmodelle. In Zukunft muss dieses Angebot noch verbreitert werden. Dringend notwendig ist zudem der flächendeckende Ausbau der Kinderbetreuung und der schulischen Ganztagsangebote durch Länder und Kommunen. Mütter und auch Väter müssen die Chance haben, Kinder zu erziehen und gleichzeitig ihr Können in den Unternehmen einzubringen.
Lohnunterschiede haben tiefe gesellschaftliche Ursachen – Berufswahl, Berufsunterbrechung, Teilzeitbeschäftigung – die nur im Zusammenspiel aller Akteure überwunden werden können.

Einzelheiten enthält das BDA-Positionspapier „Ursachen für Lohnunterschiede angehen“, das unter www.arbeitgeber.de abrufbar ist.


PRESSE - INFORMATION Nr. 020 / 2008, 7. März 2008
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