15.08.2008

Bachelor Welcome: Zahl der Unterzeichner verdoppelt

Immer mehr Unternehmen schließen sich der diesjährigen Bachelor Welcome-Erklärung an. Im Juni hatten die Personalvorstände von rund 40 führenden Unternehmen in Deutschland, davon 15 im DAX geführte, vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels insbesondere in den so genannten MINT-Fächern weitere Reformen an den Hochschulen angemahnt.

Dazu erklärt Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom AG und Vorsitzender des gemeinsamen Arbeitskreises Hochschule/Wirtschaft von BDA, BDI und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) heute in Berlin:

„Inzwischen haben insgesamt 80 Unternehmen die Erklärung unterzeichnet. Damit konnten wir die Zahl verdoppeln. Hinzugekommen sind auch weitere DAX-Unternehmen wie Allianz und SAP. Dieses hohe Maß an Zustimmung unterstreicht unsere Forderungen. Insbesondere in den naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen brauchen wir eine deutliche Erhöhung der Studierendenquote bei gleichzeitiger Senkung der Abbrecherquoten. Dies ist nur möglich, wenn Bund und Länder endlich einen Richtungswechsel in der Hochschulpolitik einleiten und mehr Finanzmittel für MINT-Fächer bereitstellen. Den Technischen Hochschulen rate ich, die Skepsis gegenüber dem Ingenieur-Bachelor aufzugeben. Stattdessen sollten sie ihre Studienordnungen entrümpeln, damit den Studenten mehr Luft für Praktika und den Erwerb überfachlicher Schlüsselqualifikationen bleibt.“


Der Präsident des Stifterverbandes,
Arend Oetker, sagte: „Die Lehre muss einen weitaus höheren Stellenwert an den Hochschulen erhalten, die Betreuungsrelationen müssen verbessert werden. Bachelor-Absolventen stehen in den Unternehmen heute alle Türen offen. Die drei Bachelor Welcome-Erklärungen zeigen: Die neuen Abschlüsse kommen in der Wirtschaft an.“

Bereits 2004 und 2006 hatten sich die Personalvorstände führender Unternehmen mit den Erklärungen „Bachelor Welcome“ und „More Bachelors and Masters Welcome“ zur Umstellung auf die gestufte, international kompatible Studienstruktur in Deutschland bekannt.

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