27.10.2016

Arbeitgeberpräsident Kramer: Rentenausgaben steigen in 15 Jahren um 200 Milliarden Euro, junge Generation nicht überfordern

Zur aktuellen Rentendiskussion erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Die Rentenversicherung muss sich an dem Prinzip der Generationengerechtigkeit orientieren, sie muss die demographische Entwicklung berücksichtigen und nachhaltig gestaltet sein. Deshalb bleibt die Grundsatzentscheidung richtig, das Rentenalter schrittweise auf 67 anzuheben.

Die Belastung für die Rentenversicherung wird nach heutigem Stand gewaltig wachsen. In 15 Jahren werden wir jährlich 200 Milliarden Euro mehr für die Rente ausgeben müssen als heute. Bei diesem Kostenanstieg um zwei Drittel habe ich kein Verständnis dafür, dass noch über zusätzliche Leistungen nachgedacht wird. Jetzt darf nichts beschlossen werden, was künftig nicht bezahlt werden kann und die nächste Generation überfordert.

Ängste zu schüren ist unverantwortlich und widerspricht den Fakten: Die Renten werden weiterhin steigen. Die langsame Absenkung des Rentenniveaus ist ein wichtiger Beitrag zu einer solide finanzierten, fairen Rentenversicherung.

Ein stabiles, intelligentes Altersvorsorgesystem gründet auf mehreren Säulen. Wir müssen die zweite und dritte Säule – die betriebliche und private Altersvorsorge – weiter stärken.
Wir dürfen den Faktor Arbeit nicht weiter verteuern. Darum darf die Politik das Ziel nicht aus den Augen verlieren, die Sozialabgabenlast weiter unter 40 Prozent zu halten.

PRESSE - INFORMATION Nr. 046/2016, 27. Oktober 2016

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