12.01.2016

BDA: Reform der Pflegeausbildung unausgegoren

Anlässlich der für morgen geplanten Beratung des Pflegeberufsgesetzes im Bundeskabinett erklärt die BDA:
Die Reform der Pflegeausbildung muss mit Augenmaß erfolgen und darf nicht dazu führen, dass der bereits bestehende Fachkräftemangel in der Altenpflege noch weiter verstärkt wird. Mit dem Pflegeberufsgesetz drohen negative Folgen für die gesellschaftlich immer wichtigere Altenpflege, wenn nicht noch deutlich nachgebessert wird. Es ist falsch, einen unausgegorenen Entwurf mit derart weitreichenden Konsequenzen für die Pflege ohne jede Not durch das Gesetzgebungsverfahren zu peitschen.

Eine generalistische Pflegeausbildung, in der alle drei bisherigen Pflegerichtungen zusammengefasst werden, garantiert noch lange keine höhere Attraktivität des Berufsbilds. Sollte es durch die Zusammenlegung zu einem Verlust bestimmter Fachkompetenzen kommen, könnte sogar das Gegenteil der Fall sein. Dass auch eine spezialisierte Ausbildung attraktiv sein kann, belegen die zuletzt verzeichneten Ausbildungsrekorde in der Altenpflege. Diese Erfolge dürfen jetzt nicht gefährdet werden.

Wenn die Pflegeberufe zukunftsgerecht weiterentwickelt werden sollen, wäre ein Ausbildungsmodell vorzuziehen, das eine Grundausbildungsphase zur Vermittlung übergreifender Inhalte und eine anschließende Spezialausbildung in den bisherigen Berufen umfasst.


PRESSE - INFORMATION Nr. 002/2016, 12. Januar 2016

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